Within each of us lies a library, our own library of life, a quiet space filled with stories we have written ourselves. Some are lighthearted, full of joy and laughter. Others are heavy, filled with loss, tragedy, or moments we could barely bear. And still others are like little adventure novels that we open again and again to remember that one particular feeling.
Wir sind die HüterInnen und AutorInnen unserer Bibliothek. Wir entscheiden, welche neuen Geschichten wir aus den Momenten die uns das Leben schenkt schreiben. Wer wird Freund, oder Feind, lernen wir dazu, oder geben wir auf? Wird es eine Kurzgeschichte, oder eine ganze Buchreihe? Wir wählen selbst, welche Kapitel wir teilen, welche wir still in unseren Regalen aufbewahren, und welche wir vielleicht in die hinterste Ecke stellen. In Kisten gepackt und verstaubt, doch selbst dort, bleiben sie ein Teil unserer Bibliothek.
This place is our compass, our foundation. It carries everything that has shaped us and holds space for everything that is yet to come.
Und heute lade ich dich ein, einen Blick in meine Bibliothek des Lebens zu werfen.
I have always been a bit different. Not loud, not conformist, rather sensitive, quiet, and often deep in thought. As a child, I loved climbing trees, listening to fairy tales, and building my own little world. My big brother and I would often lie in the meadow for hours, watching the clouds or the stars. As a teenager, I perceived many things more intensely than others. I quickly sensed when something was wrong and developed a strong intuition for people and moods at an early age. My classmates thought I was strange; I was the “wallflower” in the class and didn't have many friends. And the adults? They sent me to the school psychologist because I was “too quiet.” At the time, I didn't know that this very sensitivity, my “being different,” would one day become my compass.
Ein bedeutender Wendepunkt in meinem Leben war die Geburt meiner Tochter. Von dem Tag an veränderte sich einfach alles. Zugegeben ich war noch sehr jung, dennoch übernahm ich die Verantwortung. Von außen nahm ich Stimmen wahr wie: „Sie ist doch selbst noch ein Kind, wie soll sie das bitte schaffen? Sie wird es nie zu etwas bringen….“ Ich hörte die Worte, aber sie überzeugten mich nicht. Ich lenkte meinen Fokus schon in der Schwangerschaft, auf die gesunde Ernährung. Ich fing an frisch zu kochen, wollte verstehen wie Lebensmittel unseren Körper, Geist, unser Denken und vor allem die Entwicklung meiner Tochter beeinflussen. Vegan oder vegetarisch war ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht, aber dieses Kapitel entwickelte hier seinen Ursprung. Du kannst dir vorstellen was die Leute sagten, als ich dann auch noch alleinerziehend war.
Die Jahre vergingen und 2016 kam Bella, unserer Hündin, mein Herz auf vier Pfoten, in unsere kleine Familie. Für meine Tochter war sie ein zusätzlicher emotionaler Anker, in einer schwierigen Zeit. Auch wenn wir ein wirklich tolles Mutter-Tochter-Verhältnis haben, die Zeit der Pubertät, und schwierige Lebenssituationen waren echte Herausforderungen. Dieses Kapitel versuchte ich mit Geduld und Liebe zu schreiben. Bella gab mir sehr viel Kraft in dieser Zeit, sie trocknete viele Tränen für die sie nicht verantwortlich war. Willst du wissen was die Leute sagten? „Schaff dir doch keinen Hund an, dann bist du gebunden, und kannst nichts mehr machen. Hast du die Tierarztkosten bedacht…?“ Aber für mich wurde Bella nicht nur meine treueste Wegbegleiterin, sondern auch Auslöser einer tiefen Frage: „Warum vergöttern wir unsere Haustiere, und essen aber mit ruhigem Gewissen andere Tiere?“
Ich konnte nicht mehr wegsehen. Ich recherchiere, stellte meine Ernährung und mein Verhalten in Frage. Ich erkannte was Weltweit mit den Tieren geschieht, und dass jeder Einkauf den ich tätige, dieses Unrecht unterstützt. So stellte ich meine Ernährung um, und wurde vegetarisch. Meiner Tochter überließ ich die Entscheidung selbst, sie ging ihren eigenen Weg, mal wollte sie Fleisch, dann wieder nicht, und eines Tages kam sie mit den Worten zu mir: „Ab jetzt und heute, will ich vegan leben.“ Ich war überrascht, kurz überfordert, aber auch total berührt. Wieder gingen meine Recherchen los, und Schritt für Schritt stellte ich unsere Ernährung, Haushalt und Lebensweise auf vegan um. Unser Umfeld reagierte gemischt darauf, und mit den Jahren durften wir uns einige Vorurteile immer wieder anhören. Worte wie: „Das ist ungesund, du bist eh schon so dünn, du wirst krank werden. Was soll dieser Blödsinn jetzt?“ Wir lernten damit umzugehen, und auch diese Entscheidung bereue ich nicht.
Im Jahr 2022 machte ich mich Selbstständig. Ich kündigte meinen sicheren Job beim Magistrat als Köchin, und folgte meinem Herzen. Die Menschen in meinem Umfeld haben es nicht direkt gesagt, aber ich spürte genau was sie davon hielten. Einen sichern Job kündigen, und das auch noch für ein vegan und glutenfreies Café? Jetzt schien ich für manche total verrückt geworden zu sein. In dieser Zeit musste ich Menschen aus meinem Leben gehen lassen, und durfte neue Willkommen heißen. Die letzten Jahre haben mich wieder sehr geprägt, herausgefordert und gleichzeitig gestärkt. Ich habe meine Selbstständigkeit geliebt, aber im März 2025 aufgrund eines unverschuldeten Arbeitsunfalls verloren. Ich war gezwungen Ruhe zu geben und fand dadurch wieder zu mir. Ich erkannte das ich mich total vernachlässigt habe und lernte was Selbstfürsorge wirklich bedeutet. Nicht einmal im Jahr Wellness, sondern ehrliches hinschauen, Grenzen setzen und Verantwortung übernehmen.
Während meiner Selbstständigkeit lernte ich Ringana kennen. Ich hatte aber nicht die Zeit mich wirklich damit zu befassen. Meine täglichen Arbeitszeiten lagen damals zwischen 12 und 18 Stunden, 7 Tage die Woche. Als mein Alltag leiser wurde, wurde Ringana immer lauter in mir. Ich beschäftigte mich Monate intensiv mit dem Unternehmen, und ich liebe ihre Philosophie, die Geschichte und die Haltung dahinter. Es fühlt sich wie bei meinem ehemaligen Café an, ehrlich, bewusst, wertschätzende, frisch, voller Liebe und mit Verstand. Ich habe darin meine Chance erkannt meine Zukunft neu zu gestalten, in einem Bereich der meine Werte widerspiegelt. „Aber Barbara, was sagen denn die Leute dazu?“ Nun, wie nicht anders erwartet, ernte ich kein Lob für meine Entscheidung. „Networkmarketing ist ein Pyramidensystem. Das ist Gehirnwäsche und Illegal…“ Nun, auch diese Worte lösen etwas in mir aus, aber nicht das ich deswegen aufgebe. Nein, ich sammle meine eigenen Erfahrungen, und kann so in Diskussionen echtes Wissen weitergeben.
Wenn ich eines gelernt habe, dann dass nicht die äußeren Umstände bestimmen, wer wir sind, sondern wie wir mit ihnen umgehen. Ich kann dies in meinen Büchern, von meiner inneren Bibliothek lesen, aus meiner gelebten Zeit, nicht aus einem Social Media Post. Mein Mindset ist kein starres „immer positiv“. Es ist eine Einladung hinzusehen, daraus zu lernen. Es ist die Entscheidung die Umstände anzunehmen, statt gegen sie anzukämpfen. Auch wenn es manchmal weh tut, es bedeutet die Verantwortung für mein Leben zu übernehmen, statt die Schuld bei anderen zu suchen. Ich lerne täglich dazu, wachse, lache, weine, falle, stehe wieder auf. Ich weiß nicht welche Geschichten ich noch schreiben werde, aber ich halte meine Feder bewusster in der Hand denn je. Ich schreibe meine Geschichte als Mutter, als Veganerin, als Frau die ihre Zukunft selbst gestaltet.
Vielleicht erkennst du dich in Teilen meiner Geschichte wieder, und vielleicht beginnt hier auch für dich, bald ein neues Kapitel.
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